Ausgangslage: Mut finden

Von Dezember 2020 bis Februar 2021 diskutierten wir mit insgesamt 20 jungen Frauen im Rahmen von Online-Gruppendiskussionen das Thema Gewalt, und insbesondere Gewalt gegen Frauen: Was kann man unternehmen, um Betroffenen Mut zu machen? Welche Wege kann man ihnen zeigen, um aus gewalttätigen Beziehungen auszubrechen? Wie kann man das Bewusstsein dafür schaffen, welche Formen von Gewalt uns überhaupt widerfahren können? Unser Ziel dabei ist es, gemeinsam etwas Positives, Ermutigendes zu schaffen.

 

Im April 2021 fanden sich Expertinnen aus dem Feld der Gewaltprävention im Format eines digitalen Worldcafés zusammen und diskutierten Möglichkeiten von Reaktionstools, also Werkzeugen, die einem Opfer von Gewalt direkt zur Verfügung stehen, strategischer Tools bei Gewalt innerhalb von Beziehungen, sowie Interventionstools für dritte Personen, die als ZeugInnen mit einer Gewaltsituation konfrontiert werden. Gerade in Zeiten von Corona, wo Ausgangsbeschränkungen und Social distancing massiven Einfluss auf unser Beziehungsverhalten nehmen, ist es wichtig, Frauen etwas Bestärkendes auf den Weg zu geben, ein Werkzeug für schwierige Zeiten.

 

Die Ergebnisse der Diskussionen und des Worldcafés sind die Grundlage für unsere Mutmacher - eine Buchproduktion mit Beiträgen von ExpertInnen, Podcasts und Kurzvideos, die auf möglichst vielen Kanälen verbreitet werden sollen. Diese Mutmacher sollen Themen ansprechen, die für junge Frauen von besonderer Bedeutung sind, wie beispielsweise Beziehung, Sexualität, Familie, Elternschaft, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, aber auch Überlastung, Misserfolg, Verluste, Enttäuschung, Liebeskummer und Eifersucht. Dazu sollen die Mutmacher Möglichkeiten zeigen, wie man einen Weg auch wieder verlassen und sich einen neuen suchen kann. Sie sollen nicht anklagen, sie sollen nicht beklagen, sondern den Blick nach vorne richten!

 

Infos/Projektleitung: Nayarì Castillo-Rutz, n.castillo@omega-graz.at


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