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Home » Projekte » Internationale Projekte » Transnationaler Europäischer Erfahrungsaustausch Transnationaler Europäischer Erfahrungsaustauschim Rahmen des Equal Projektes Inpower – Reisebericht- ASAP – Treffen in TURKU, Finnland 23. – 24. November 2006
Unserer Arbeitsgruppe (WG 5) hat sich die Erstellung einer Publikation mit dem Titel "Empowering Asylum Seekers- Developing Good Practice" zum Ziel gesetzt und Dank der hervorragenden finnischen Leiterin unserer Arbeitsgruppe, Teja Enoranta, arbeiteten wir inhaltlich sehr konzentriert, bzw. konnten auch Fragen zum Copyright und weiteren Abläufen etc. klären. Ein inhaltliches Highlight war sicher der Besuch in Pansio- eines von insgesamt 15 finnischen Aufnahmezentren für AsylwerberInnen, welches durch das finnische Rote Kreuz betreut wird. Das Aufnahmezentrum bietet Platz für rund 150 AsylwerberInnen plus eine Wohneinheit für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMAs). Die Flüchtlinge kommen mehrheitlich aus den Ländern Irak und Iran (Kurden), Palästina, dem Kosovo, den Staaten Westafrikas, Somalia und der russischen Föderation. Im Vergleich zu österreichischen Verhältnissen sind diese mit einem Personalstand von einem Manager, einer Bürokraft, fünf BetreuerInnen, einem Finnischlehrer (Unterricht drei Mal wöchentlich), einer Kinderbetreuerin, zwei Nachtwächtern, einem Hausmeister und drei bis vier studierenden PraktikantInnen bestens betreut. Hinzu kommen noch vier BetreuerInnen, eine Sozialarbeiterin und eine Begleiterin zu den Interviews (Kinderrechte) für die UMAs. Der Betreuungsplan für letztere sieht eine umfassende Lebensplanung mittels Finnischkursen, Integration in das Schulsystem, der Möglichkeit in Lehrschulen einen Beruf zu erlernen, Erwerb von Eigenständigkeit aber auch einer intensiven Förderung durch Lernunterstützung, Sport und gemeinsamen Freizeitaktivitäten vor.
Die finnischen GastgeberInnen stellten neben der perfekten Arbeitstreffen- Organisation ein tadelloses Rahmenprogramm auf die Beine, welches uns auf eine Nachtwanderung, erhellt nur durch unsere Laternen, durch Matsch und Gatsch in die finnischen Wälder zu finnischer Sauna und einem wundervollen Dinner in einem Blockhüttenrestaurant führte. Das Besondere an der traditionellen finnischen Sauna ist, dass der Raum 10 Stunden mit einem Holzfeuer beheizt wird, mit dem Effekt, dass sich der am Körper angelegte Russ erst nach Tagen vollständig abschrubben lässt. In diesem Sinne war Finnland eine bleibende Erinnerung und ich freue mich schon auf die Fortsetzung und die zu erwartenden Erfahrungen beim kommenden Arbeitstreffen in Vilnius, Litauen im März dieses Jahres. | ||||