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"Welcome VII
Erstunterbringung und Nachbetreuung für unbegleitete
minderjährige AsylwerberInnen
Seit über 5 Jahren werden im Caritasheim Franziskushaus
junge AsylwerberInnen zur Erstunterbringung aufgenommen.
Während drei Monaten - diese Zeit kann als Eingewöh17
Integration durch psychosoziale Projekte
nungs- bzw. Orientierungsphase bezeichnet werden - gibt es
für diese Zielgruppe ein spezielles sozialpädagogisches, medizinisches,
psychotherapeutisches und schulisches Programm.
Die Betreuungsangebote werden vom Projektträgerverein
Caritas, dem Verein ZEBRA und der Gesundheitsstelle
OMEGA durchgeführt.
Das Angebot von OMEGA besteht aus:
1. Sozialmedizinische Betreuung:
- Sozialmedizinisches Erstinterview
- Medizinische Beratung
- Kooperation mit anderen BetreuerInnen
2.Orientierungskurs:
Er gliederte sich im Wesentlichen in die
Fachbereiche Deutsch, Landes- und Staatsbürgerkunde und
soziales Lernen, wobei diese Themenschwerpunkte natürlich
fließend ineinander übergingen. Es wurde ganzheitlich von thematischen
Schwerpunkten ausgegangen, um den jugendlichen
Asylwerbern sprachliche Kompetenz in Alltagssituationen (Einkauf,
Arztbesuch, GVB,…) zu vermitteln. Der Orientierungskurs
fand zweimal wöchentlich im Flüchtlingsquartier statt.
Ergänzt wurde das Angebot durch wöchentliche Exkursionen
in und um Graz (Grazer Feuerwehr, Botanischer Garten, Zeughaus,..),
insgesamt 28 unterschiedliche Ziele wurden mit viel
Engagement organisiert und besucht, was für die Jugendlichen
interessante und unvergessliche Ereignisse waren. Die Teilnahme
am Kurs betrug monatlich 8 - 9 Personen.
2.b Deutschorientierungskurs für Jugendliche aus dem
Flüchtlingsquartier Griesplatz:
Dieser Kurs wurde getrennt
für AnfängerInnen (dreimal
pro Woche) und Fortgeschrittene
(zweimal pro Woche)
abgehalten. Im Durchschnitt
nahmen pro Kurseinheit 8-9
Personen teil. Nach Schließung
des Quartiers im Juni
2006 wurde der Kurs in der
Gesundheitsstelle OMEGA
abgehalten.
2. PC - Kurs: Erstmalig wurde
für die "Franziskushaus - Gruppe"
ein PC-Kurs angeboten,
der auch sehr gerne angenommen
wurde. Neben Grundlegendem zu PC, Internet und Word
wurde auch das 10-Finger-System mittels geeigneter Software
vermittelt. Dieses Angebot fand in unserer Gesundheitsstelle
statt. Es nahmen 11 Jugendliche an diesem Kurs teil.
3. Teilnahme an den sozialpädagogischen Nachmittagen:
Für die jugendlichen Asylwerber gab es auch die Möglichkeit, an
den sozialpädagogischen Nachmittagen (jeweils Mittwoch
von 15.00 - 18.00 Uhr) teilzunehmen und ihnen Nachhilfe
in den Haupt- und Lernfächern anzubieten.
Das Team bestand aus: Arzt, zwei Lehrerinnen, PC-Trainer,
Psychologin, JugendarbeiterInnen.
Alle Angebote fanden in Absprache mit den QuartierbetreuerInnen
und MitarbeiterInnen anderer Vereine statt.
Die Steiermark war das erste Bundesland, welches ein umfassendes
Programm "Welcome" mit medizinischen, sozialpädagogischen,
psychotherapeutischen und schulischen Schwerpunkten
für unbegleitete minderjährige AsylwerberInnen
entwickelte und über die Jahre
umsetzte. Dass mit diesem Angebot
sehr viele junge Menschen erreicht
und unterstützt werden konnten,
zeigen die letzten Jahre.
Besonders im letzten Jahr hat sich
die Situation im Bereich der Betreuung
von AsylwerberInnen aber stark
verändert. Die EU-Osterweiterung
und die Verschärfung der Gesetzeslage
im Asylbereich haben auch
Auswirkungen auf die Arbeit mit
unbegleiteten minderjährigen AsylwerberInnen
im Projekt Welcome.
So wollen wir den Schwerpunkt in
2007 auf die Unterstützung der Jugendlichen
im Bereich Lernbetreuung und Workshops zu Berufs-
und Lebensorientierung legen.
Das Team der Betreuung von Kindern und Jugendlichen bestand
2006 aus:
Mag.a Andrea Janisch, Mag.a Hermine Gaßner, Marija
Danilovic, Mag.a Ines Aftenberger, Daniel Adimkew, Martin
Faschingbauer, Mehdi Khalili- Kolahian, Andreas Maier, Mag.
Gerald Pink, Mag.a Gabriele Schatz , Mag.a Andrea Tyberie
und Abdeselam Mahmoudi.
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