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Frauenprojekt Begleitende Integration "Portobella"
Projektlaufzeit 01.01.2010 - 31.12.2010
MigrantInnen und AsylwerberInnen, die ihre Integration im Hinblick auf Arbeit und Soziales erreichen möchten, und hierfür auch ihre Sprachkenntnisse verbessern wollen sind zu folgenden Aktivitäten herzlichst eingeladen.
- Sprachtraining und Kommunikation
- Arbeitstraining
- PC Training - PC Anwendung, Umgang mit Internet, E - Mail etc.
- Frauencafe und Workshops
- Schulungseinheiten über Berufe, Lehr- und Ausbildungsmöglichkeiten,
- Berufsorientierung und realistische Einschätzung von den eigenen
Fähigkeiten und den Anforderungen am Arbeitsmarkt
- Bewerbungstraining und Begleitung
- Praktika in Betrieben und Institutionen
- Exkursionen und Kulturbesuche
- Multikulturelles Kochen/Catering
- Workshops zu Themen wie Gesundheit, Arbeit und Integration
- Kreativworkshops
Informationen unter:
Tel: 773554 -20 oder per E - Mail unter usha@omega-graz.at
Projektleitung:
Usha Sundaresan M.A.
Frauen und Kinder stellen 80 Prozent der Millionen
Flüchtlinge und Vertriebenen in der ganzen Welt.
Frauen auf der Flucht sind mit ganz spezifischen
Problemen und Schwierigkeiten konfrontiert. Der reiche
Erfahrungsschatz des OMEGA - Teams konnte im Jahr
2006 unter folgenden Schwerpunkten eingesetzt bzw.
ausgebaut werden.
Beratung - Begleitung - Information
Im Jahr 2006 spielten Beratungen bzw. die Informationsweitergabe
eine wesentliche Rolle. Das Angebot wurde
von insgesamt 347 Personen, davon 114 betroffene Frauen
zumeist als Anlaufstelle für
familiäre als auch für persönliche
Anliegen genutzt. Hauptthemen
waren Gesundheit, Wohnen, Arbeit,
Soziales und rechtliche Fragen.
Oft hatten die Beratungen einen reinen Informationscharakter,
aber die hier durchgeführten
persönlichen Beratungen erreichten
auch erkrankte Frauen welche
auch Vorbehalte gegenüber
Beratung und Psychotherapie
hatten. Kulturelle Unterschiede
im Umgang mit psychosozialen
Problemen erschweren den Zugang
zu einem professionellen
Helfer. So gelang es, durch Gespräche
diese Betroffenen zur
medizinischen und therapeutischen
Behandlung zu motivieren
und weiter zu vermitteln. Auch
machten wir die Erfahrung, dass
unsere Beratungs angebote ein
wesentliches Glied in der Versorgungskette
für die Verbesserung
der physischen und psychischen Gesundheit sind. Die
Klientinnen waren hauptsächlich aus Afghanistan, Iran,
Armenien, Kurdistan und Kosovo.
Integration:
Unser Ziel ist eine umfassende Integration von Asylwerberinnen
und Migrantinnen in die österreichische Gesellschaft
zu erreichen. Im Mittelpunkt steht dabei für uns
der Mensch mit all seinen Bedürfnissen und Problemen
in allen Lebenslagen. Dass bessere Deutschkenntnisse die
Integration erleichtern, steht außer Frage. Unser Bemühen
war dahingehend all diese Komponenten in unseren
Angeboten zu kombinieren um den maximalen Vorteil
für die Teilnehmenden heraus zu holen. Insgesamt konnten
26 Frauen an den folgenden integrativen Angeboten
teilnehmen.
Arbeitstraining: Bei der Durchführung von konkreten
Tätigkeiten wie Kochen, Putzen und die Mitarbeit im
Catering Bereich, kamen die Teilnehmenden regelmäßig
zusammen und die Kommunikation und sprachliche
Kompetenz konnte gefördert werden.
PC Training: Ein einfaches, praxisbezogenes Lern- und
Übungsprogramm am PC wurde von den Frauen gerne in
Anspruch genommen. Hauptziel war, die notwendigsten
Fertigkeiten zu beherrschen um einfache Aufgaben am
Computer selbstständig zu erledigen. 7 Frauen konnten
ihr Wissen vertiefen und lernten den Umgang mit anspruchsvolleren
Programmen.
Berufliche Integration:
Neben der gesellschaftlichen Integration
ist die Eingliederung in den Arbeitsmarkt von
besonderer Bedeutung. Eine Frau fand eine Anstellung als
Küchengehilfin eine andere durfte 2 Schnupperpraktika
absolvieren. Eine andere Frau begann mit einer beruflichen
Orientierung und Ausbildung bei ISOP. 2 Frauen
konnten Zusatzausbildungen absolvieren - eine Frau im
Bereich Buchhaltung und Logistik und die zweite Frau
im Bereich Lagerverwaltung. 2 Frauen konnten als Remunerantinnen bei Verein OMEGA
beschäftigt werden. Zusätzlich konnten
5 Frauen an einem Projekt für
Arbeitsintegration und Anerkennung
früherer Ausbildungen weitervermittelt
werden.
Catering:
Im Jahr 2006 wurde der
Catering Bereich im kleineren Rahmen
durchgeführt. Wir hatten viele
Anfragen, aber aufgrund von fehlender
Infrastruktur im neuen Standort
war es nicht möglich alle Aufträge zu
erfüllen. Büffets für interne Veranstaltungen
und private Feiern wurden
zubereitet. Die Speisen waren wie
immer multikulturell und sehr reich
an Vielfalt.
Menükochen:
Jeden Dienstag wurden im Rahmen von
Menükochen multikulturelle Speisen zubereitet. Hier
kamen einige neue Länder zum Vorschein z. B. Thailand,
Indien, Philippinen, Mongolei, Afghanistan, Georgien
und Persien. Das Menü, mit Spezialitäten aus den jeweiligen
Ländern, wurde für OMEGA MitarbeiterInnen und
Freunde angeboten.
Frauencafe:
10 verschiedene Themen, hauptsächlich im
Bereich Gesundheit, wurden ausführlich behandelt. SpezialistInnen
zu Themen wie Krebsvorsorge, Österreichisches
Gesundheitssystem und Vorsorgeuntersuchung, Verhütung
und Schwangerschaft, Impfungen und Yoga, wurden
eingeladen. Auch Themen wie Hygiene am Arbeitsplatz,
das Schulsystem und interkultureller Austausch wurden
über Fachreferate und Diskussion bearbeitet. Insgesamt
nahmen 85 Personen an den Veranstaltungen teil.
Workshops: Ein Fixbestandteil des Projekts waren die regelmäßig
stattfindenden Workshops zu Themen, die einerseits die Prävention
von Krankheiten gewidmet waren und andererseits Themen
wie Kommunikation, Kochen und Handarbeit behandelten. Um
hochqualitative Workshops anbieten zu können, wurde eine Kooperation
mit Institutionen wie das LKH Hörgas, Verein Nowa,
Apotheke zum grünen Kreuz etc. eingegangen. Besonders viel
Wert wurde auf Themen wie gesunde Ernährung, Wirbelsäulengymnastik
und die Verwendung von Heilkräutern gelegt. Nach
einem inhaltlichen Input wurden die Frauen zur aktiven Mitgestaltung
aufgefordert. Dadurch kamen sehr interessante und vor
allem neue Zugänge zu den Themen und diese wurden in der
Runde als eine wertvolle Ergänzung aufgenommen.
ProjektmitarbeiterInnen:
Jamileh Pahlevan Kashi, Endah Ebner,
Vjollca Sadrija, Shahe
Alickaj, Daniel Adimkew,
Usha Sundaresan
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